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Seit gut einem Jahr arbeiten wir in der Trainingsorganisation jetzt mit Roman Reeschke zusammen. Wir werden dies auch in diesem Jahr fortführen und erweitern. Ab sofort könnt ihr im Trainingsbereich jeden Monat Informationen zur Trainingsgestaltung abrufen, die euch helfen euer Training bestmöglich zu strukturieren. (Für den Download müsst ihr euch auf der Homepage anmelden)
So können dann wirklich alle Vereinsmitglieder von unserem Trainingsangebot profitieren, unabhängig davon ob und welche Trainingszeiten jeweils besucht werden. Schaut einfach mal rein. Fragen und Anregungen könnt ihr gerne an
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Im Jahre 1985 ist nicht nur die Deutsche Triathlon Union als nationaler Dachverband des Triathlonsports gegründet worden, auch in Münster fanden sich einige Dreikampfverrückte zusammen, um einen eigenen Verein zu gründen. Im gleichen Jahr fand bereits der erste Triathlon in Münster statt. Damals noch vom Hochschulsport in Hiltrup an der alten Fahrt organisiert. Es folgten Triathlonwettkämpfe im Aasee und im KÜ in Gelmer. Darüber hinaus organisierte Tri Finish Münster Wettkämpfe in den drei Einzelsportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Der Verein erfand das Ultraschwimmen mit Strecken über anfangs 2 km, 4 km oder 8 km. Viele Jahre schwamm man im KÜ in Gelmer, später in der Alten Fahrt in Hiltrup. Nach einer Pause von etwa 10 Jahre erfuhr das Ultraschwimmen eine Neuauflage im Hafen von Münster. Der Adventsaaseelauf hatte in diesem Jahr seine 35. Auflage. Angefangen hat alles mit nicht vermessenen Strecken um den neuen Teil des Aasees. Später rückte man dann näher an die Stadt heran zum alten Teil des Aasees und startete einige Jahre vom Jugendgästehaus aus. Inzwischen ist der AAL ein beliebter Lauf zu Kerzenschein mit Start und Ziel an den Aaseeterrassen. Und das Radfahren? Da gab es doch mal ein Einzelzeitfahren in den Baumbergen. Inzwischen findet nur noch ein vereinsinternes Mittsommernachtsfahren in Häger statt.
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Ironman WM Nizza 2025
Prolog: Hamburg, 1. Juni 2025
„Ich weiß nicht, ob ich weiß, was ich hier gerade tue…“ murmelte ich demütig vor mich hin, als ich tief im Schiffsrumpf der Cap San Diego die Kreditkarte zückte, um das bescheidene Startgeld für die Weltmeisterschaft in Nizza 2025 auf das Konto der Ironman Corporation zu schicken. Tags zuvor war ich beim Ironman Hamburg nach spektakulären Wetterkapriolen, aber einem ansonsten guten Rennen als 13. meiner Altersklasse 50-54 nach 09:37h durch den Zielbogen am Jungfernstieg gelaufen. Bei 10 WM-Slots in dieser teilnehmerstarken Altersklasse reichte das, um im Rolldown das Ticket zur Weltmeisterschaft zu lösen. Der Traum, den viele Triathleten ihr Leben lang träumen, ist für mich wahr geworden – Wahnsinn!
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Prolog: Hamburg, 1. Juni 2025
„Ich weiß nicht, ob ich weiß, was ich hier gerade tue…“ murmelte ich demütig vor mich hin, als ich tief im Schiffsrumpf der Cap San Diego die Kreditkarte zückte, um das bescheidene Startgeld für die Weltmeisterschaft in Nizza 2025 auf das Konto der Ironman Corporation zu schicken. Tags zuvor war ich beim Ironman Hamburg nach spektakulären Wetterkapriolen, aber einem ansonsten guten Rennen als 13. meiner Altersklasse 50-54 nach 09:37h durch den Zielbogen am Jungfernstieg gelaufen. Bei 10 WM-Slots in dieser teilnehmerstarken Altersklasse reichte das, um im Rolldown das Ticket zur Weltmeisterschaft zu lösen. Der Traum, den viele Triathleten ihr Leben lang träumen, ist für mich wahr geworden – Wahnsinn!
Nizza, Mitte September 2025
Mit der Anreise am Donnerstag über eine verstaute Autobahn, Junggesellengegröhle im Partyflieger und inniger körperliche Nähe zu Wildfremden in der überfüllten Tram war das Nervigste schon überstanden. Unterlagenabholung, Ironkids-Run, Nicht-krank-werden, Pro-Panels in der Eventarena gucken, Startbeutel packen (und fünfmal kontrollieren), Wellenkampf im Salzwasser, Rad einchecken, bloß-nicht-krank-werden, noch mehr Geld im Merch-Store lassen – all das ließ die Tage bis zum Sonntag wie im Flug vergehen. Und dann war er da, der …
RACE DAY
Ich fand mich in einer etwas eigenartigen Stimmung am frühen Sonntagmorgen in der Wechselzone. Das Rad fertig präpariert, den ein oder anderen Smalltalk mit Athleten aus diversen Weltregionen gehalten, fühlte ich mich irgendwo zwischen glückselig, neugierig und angespannt. Mit einer Portion Galgenhumor summte ich in Erwartung des Kommenden das Motto des Tages vor mich hin …
„No stop signs, speed limit , Nobody's gonna slow me down […] I’m on the Highway to Hell !“
Und Startschuss! 3,8km im fantastisch klaren, azurblauen und mit 25,1° wohltemperierten Mittelmeer vor Nizzas prächtiger Kulisse an der Promenade des Anglais – nie zuvor hat mir das Schwimmen so viel Spaß gemacht – dass ich das mal sagen würde! Nach 1:14h entspannten Kraulens war es dann auch schon wieder vorbei, und zum Glück hatte ich das meiste Salzwasser im Meer gelassen und nicht verschluckt. Und doch war es nur die Overtüre, der knackig harte Bergkurs mit rund 2.500 hm stand bevor. Rund 10.000 Radkilometer hatte ich in diesem Jahr angesammelt, um adäquat vorbereitet zu sein auf dieses Monster von Radstrecke. Oder vielleicht lässt sie sich eher als eine gnadenlose und gefährliche Schönheit beschreiben: Wunderschöne Aussichten, spektakuläre Abfahrten, technisch anspruchsvoll - und gefährlich: Mindestens fünf teils übel aussehende Sturzopfer habe alleine ich am Rande der Abfahrten gesehen und ließen einem Schauer über den Rücken laufen und an das eigentliche Ziel denken: Heile in T2 ankommen.
Und das gelang auch: Nach 06:10h stieg ich erleichtert vom Rad – nicht gerade das, was ich mir für den Radsplit vorgestellt hatte, aber hey – Finishen war das Ziel, und ich bin heile von meinem mittlerweile waidwunden TT gestiegen – das Vorderrad schleifte an der Felgenbremse, der Lenker verstellte sich nach jedem weiteren der vielen Dutzend Speed Bumps immer mehr – der Kurs hat viel Tribut von Mensch und Maschine gefordert.
Jetzt hatte ich noch 9h Zeit bis zum Zielschluss – somit wusste ich, selbst mit 42 km lockerem Spazierengehen würde ich also noch finishen können. Das sportliche Ehrgefühl im WM-Umfeld ließ solcherlei Gebaren freilich nicht zu, also ging es im Laufschritt los. Da war ich also angekommen, auf dem Highway to Hell. Denn so wunderschön die Laufrunde von Nizzas Altstadt aus, die ganze Bucht entlang auf der Promenade bis zum Flughafen und wieder zurück mit dem Blick auf das Mittelmeer auch war – die mit jedem Kilometer zunehmende Erschöpfung ließ den Genuss des Anblicks wahrhaftig nicht mehr in angemessenem Maße zu. Es war eine sich zunehmend steigernde Quälerei (Chapeau an die vielen Zuschauer an der Strecke; die Stimmung war der Hammer; das half!), und 42km sind doch irgendwie verdammt lang.
Und wie schon in Hamburg wurde der Qatar-Airways-Torbogen für mich auf jeder Runde zum Sehnsuchtsort. Warum gerade der? Weil der kurz vor dem Rundenende bzw. Zieleinlauf kam – sehr geschickt platziert von Qatar Airways! Und so begann der in sportlicher Hinsicht vielleicht großartigste Moment meines Lebens mit dem vierten Durchlaufen dieses Tors, dem Abbiegen auf den Zielteppich, dem Abklatschen aller möglichen Zuschauer, High Five mit dem Athleten neben mir und dann – die Atmosphäre einsaugend („you are an Ironman!“) – die kleine Rampe zum Zielbogen hochgehen und GESCHAFFT ! Was für ein Gänsehaut-Moment, unbeschreiblich! Daylight-Finish, das ist nett, 11:13h ok, aber all das waren Details, es war das Finish, was zählte. Ich hatte es tatsächlich geschafft!
„Pain is temporary, Glory is forever“
DANKE an meine Familie, die diesen Irrsinn das ganze Jahr lang unterstützt hat und an alle, die mein Rennen in Nizza (ein bisschen oder die ganze Zeit) mit verfolgt haben :)
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- 1.115 Kilometer von Flensburg nach Garmin Partenkirchen
Die gewohnten Triathlondistanzen hat Lukas mittlerweile hinter sich gelassen. Ihn zieht es heute weniger auf die klassische Wettkampfbühne – stattdessen sucht er das Abenteuer, das Unbekannte, die Herausforderung und die Verbindung zu sich sellbst, seinem Rad und der Natur.
So startete er im Juli 2025 beim Race Across Germany: Von Flensburg bis nach Garmisch-Partenkirchen, 1.115 Kilometer quer durch Deutschland. Non stop, durchlaufende Zeitmessung. 58 Stunden auf dem Rad – durch Regen und Sonne, Nacht und Tag, Hitze und Kälte durch Müdigkeit und Euphorie, durch Momente der völligen Erschöpfung und dem Gefühl der uneingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit.
Es war extrem hart, die größte sportliche Herausforderung, der er sich bis jetzt gestellt hat und gleichzeitig war es ein Erlebnis voller Freiheit, intensiver Landschaftseindrücke und Verbindung zu den anderen Teilnehmern, die viel mehr Leidensgenossen als Konkurrenten waren.
Das Race Across Germany war nicht nur eine sportliche Prüfung, sondern auch eine Reise in sein Inneres. Ein großartiges Erlebnis, das ihm noch lange in Erinnerung bleiben wird.
- Die Herren von WEICON Tri Finish Münster auf dem Bundesligapodium in Gütersloh
- Saisonauftakt in der Triathlonbundesliga
- Es hägerte wieder.… 19. Hägerman Vereinsmeisterschaft mit neuem Streckenrekord bei den Frauen 2025
- Triathlon-Duo meistert Hyrox in Köln – Kathi und Andreas überzeugen mit Teamgeist und Spontanität