Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

geschrieben von Oliver Lübbert am 19. Juni 2017

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Rio, New York, Götterswickerhamm... DAS sind die Orte, die man im Leben gesehen haben muss.
In einer Gegend, weit weg vom namensgebenden Voerde, in denen die Bodenrichtwerte trotz Immobilienblase nur so eben ins dreistellige klettern, findet alljährlich ein Triathlon statt, der entweder als "geheime Verschlusssache" eingestuft ist oder auf allgemeines Desinteresse stößt. In der ersten Radrunde konnte ich noch 19 zahlende Zuschauer zählen, die dann über 17 und 13 auf 6 abnahm, alle vermutlich verwandt oder verschwägert mit einzelnen Athleten.

Die Verlegung der Radstrecke (vor einigen Jahren wurde noch auf einer Mülldeponie geradelt) lockte also nicht mehr Zuschauer an die Strecke. Geschwommen wird im See des lokalen Anglervereins, geradelt auf einer voll gesperrten Straße, immer hin und her, keine Kurven, keine Steigungen, aber an jedem Ende ein Wendepunkt, und gelaufen wird durch die Äcker und Wälder im Rheinbogen.
Die Organisation war gut, wir hatten unseren verschwenderisch breiten Radstellplatz direkt an der Mounting-Line, das Wasser schmeckte neutral und die Laufstrecke bot bei hochsommerlichen Temperaturen auch schattige Abschnitte. Angelika Werp war kürzlich noch auf Lanzarote und seitdem nicht mehr allzu aktiv im Wasser, Michael Ernst absolvierte nach dem Hägerman seine zweite Laufeinheit in 2017 und mühte sich trotz leichter Arthrose im rechten Knie über die Laufstrecke. Genau wie Oliver Lübbert, er startet eine Woche später in Regensburg und hat seit der Hammer Serie keine schnelle Einheit mehr auf die Bahn gelegt. Bestzeiten waren also von allen Startern nicht zu erwarten, dafür Spaß und eine dreifach-Koppel-Einheit unter Wettkampfbedingungen mit Zieleinläufen im der unteren Tabellen-Hälfte.
Das Positivste am ganzen Tag war vermutlich das Wiedersehen mit unserer alten Kämpferin Antje van Gemmern, die ja nun im Nachbarort wohnt. Vermutlich ist es einzig und allein ihrer Forschungsarbeit zu verdanken, dass die Powerriegel im Zielbereich so gut schmeckten.
Nachdem wir die verdrückt hatten, waren wir der einhelligen Meinung, ohne nach Duschen zu suchen, sofort den Heimweg anzutreten, irgendwer brachte das Wort Flucht ins Spiel, aber die Aussicht auf einen Becher Eis auf der Gartenliege war verlockender.

Ach ja, die Platzierung: Platz 27 von allen!!!!

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